Die Reise mit dem Auto empfiehlt sich aus mehreren Gründen. Man braucht vor Ort keinen Mietwagen, ist flexibel, kann schon auf der Fahrt eine Vielzahl
von Sehenswürdigkeiten besichtigen und auch mit Gepäck kann man sich etwas grosszügiger ausrüsten.
Ein Nachteil ist ohne jede Frage die doch etwas längere und somit strapaziösere Anreise, aber auch das Finden eines passenden Parkplatzes ist in den spanischen Grossstädten nicht unbedingt immer ein Kinderspiel. Wenn man sich denn überhaupt in einer fremden
Grossstadt zurechtfindet, so ist das Abstellen des Autos ausserhalb eines Parkhauses keinesfalls zu empfehlen. Im Parkhaus bezahlt man dafür recht kräftig, aber auch dort sollte man nach Möglichkeit nichts im Auto liegen lassen.
Ebenfalls ein Nachteil ist die Sonneneinstrahlung im Auto. Selbst gute Klimaanlagen schaffen es im Sommer nicht die direkte Sonneneinstrahlung
entsprechend auszugleichen.
Dunkle Scheiben sind hier ein Vorteil, wer diese nicht hat sollte in jedem Fall zumindest hinten und im Heck mit Sonnenschutz
vorsorgen. Speziell wenn Kinder oder Tiere mitgenommen werden. Sowohl hinten, als auch im Heckbereich wirkt die Klimaanlage weniger bis
gar nicht. Geben Sie bei e-bay Sonnenschutz Auto ein und Sie finden entsprechende Varianten. Denken Sie auch bitte daran genügend Getränke
mitzunehmen. Das Essen an den Raststätten kann übrigens auch ordentlich Geld kosten. Toilettenbenutzung in Deutschland kostet auch Geld, in
den anderen Ländern nicht, aber dafür sind die sanitären Anlagen auch nicht so gepflegt.
Die Reise von Deutschland aus verläuft entweder über die Rhonetalautobahn über Lyon und Nimes und dann, je nach Reiseziel immer am Mittelmeer
entlang, oder ins Landesinnere. Eine andere Variante ist über Paris/Bordeaux zur Atlantikküste. Je nach Geschmack kann man über Österreich oder die Schweiz fahren. In der Saison muss man wohl überall mit Staus rechnen. Für fast alle Autobahnen ausserhalb von Deutschland gilt,
dass sie gebührenpflichtig sind. Eine genau Berechnung Ihrer persönlichen Strecke, inklusive der Berechnung der aktuellen Gebühren erhalten Sie sowohl beim ADAC, als auch beim ACE. Mitglieder dieser Clubs erhalten die Berechnung, den genauen Routenplan und die nötigen
Strassenkarten kostenlos. In Spanien selbst sind übrigens fast ausnahmslos die Autobahnen Gebührenpflichtig die von Touristen genutzt werden. Am Mittelmeer entlang ist sie ab Alicanten südwärts kostenfrei nutzbar.
Da die Anreise aus Deutschland doch etwas weiter ist, als es viele Autofahrer gewohnt sind zu fahren, bietet es sich an, einen Stop/Übernachtung einzulegen, oder aber
zumindest mit zwei Fahrern zu fahren. Speziell in Frankreich werden in vielen Tankstellenbereichen an der Autobahn verhältnismässig preiswerte Unterkünfte angeboten. Am weitesten verbreitet ist wohl die Kette von Formula 1, die wie auch einige andere über einen abgeschlossenen Parkplatz
verfügt. Erkundigen Sie sich vor Ort darüber, ab wann Sie Ihr Auto wieder vom Parkplatz holen können, da dieser nachts auch für Hotelbewohner abgeschlossen ist.
Das Zahlen der Autobahngebühren ist prinzipiell auch mit Kreditkarten möglich. Die Autobahnen ausserhalb der üblichen Touristenstrecken
entlang der Ostküste ist auch in Spanien fast immer Gebührenfrei. Die genaue Höhe der zu erwartenden Gebühren können Sie (sofern Mitglied) beim ADAC oder ACE erfragen. Bei der Kreditkarte muss übrigens nicht jedes mal die Geheimnummer eingetippt werden. Im Gegensatz zu Deutschland
ist sich Spanien nicht schade Geld von den Touristen zu verlangen (kennen wir doch schon irgendwie aus Österreich), auf den klassischen Autobahnen entlang der Küste gibt es jetzt Rabatt für alle "Vielfahrer". man kommt allerdings nur in den Genuss, wenn man immer mit der
gleichen Karte zahlt und wenn man immer die gleiche Strecke fährt, dann wird ab dem 10.mal weniger berechnet.
-Figueres (Figueras) die erste grössere Stadt hinter der französisch/spanischen Grenze ist wohl jedem Anhänger von Salvador Dali bekannt.
Nicht nur weil sie sein Geburtsort ist, sondern auch, weil dort das von ihm selbst entworfene Museum steht, welches nach dem Prado in Madrid das meistbesuchteste Museum in Spanien ist. Im Jahr 2001 hat das Museum Prinz Philipe in Valencia zwar allen den Rang abgelaufen und mit Abstand die
meisten Besucher angelockt, aber ob dies so bleibt, muss erst abgewartet werden. Die Stadt an sich ist auf Eintagesurlauber eingestellt und ein Besuch im Museum ist durchaus eine Abwechslung zu den üblichen Museumsbesuchen. Die angenehme und abwechslungsreiche Gestaltung ist durchaus zu
empfehlen und auch für Kinder sehenswert und begeisternd. Mehr dazu hier
BARCELONA die weit über drei Millionen Einwohner zählende Stadt (Grossraum B,) bietet sich eigentlich als eigenes Urlaubsziel an, da ein Kurzbesuch kaum den richtigen Eindruck dieser grossartigen Stadt vermitteln kann.
Ausserdem läuft man Gefahr, sein voll beladenes Auto stehen lassen zu müssen, wovon allgemein abgeraten wird. Ein zwei bis drei Tage dauernder Aufenthalt ist allerdings durchaus lohnend, denn sowohl die Kultur, die Architektonik als auch das Nachtleben bieten alle nur
denkbaren Möglichkeiten. Übrigens beim Buchen eines Hotels bitte darauf achten, dass diese über ein eigenes Parkhaus verfügen. Das ist in spanischen Grossstädten nicht unbedingt der Normalfall. Mehr dazu
hier
-das Kloster von Montserrat bei Barcelona (ist das bedeutendste Wallfahrtsziel Kataloniens). Wohl eines der beeindruckensten und sehenswertesten Klöster der Welt. Es befindet sich in einer Höhe von 725 Metern in einer Felsspalte eines über 1200 Meter hohen
Bergmassives. Eine Übernachtung ist in der Umgebung möglich, jedoch empfiehlt sich im Sommer eine Reservierung. Bei Besuch des Klosters bitte auf die entsprechende Kleidung achten (keine Shorts oder zu reizvolle Kleidung/Frauen wenn möglich einfachen, normalen Rock)
Wichtiges - was man vor der Reise schon wissen sollte
Vorsicht!!! Um Barcelona herum gibt es einen Autobahnbereich, der kostenfrei benutzt werden kann. Seien sie in diesem Gebiet bitte äusserst aufmerksam und verschieben Sie ihre Pausen auf die gebührenpflichtigen Bereiche. Schon seit
Jahren werden dort immer wieder auf sehr geschickte Art und Weise Touristen ausgeraubt. Die vorgetäuschte Hilfsbereitschaft von Anderen sollten in dieser Gegend ein absolutes Alarmzeichen sein. Meist versuchen die gut organisierten Banden, Sie auf eine Panne an Ihrem Auto hinzuweisen,
um Sie zum Halten zu bewegen. Die Polizei ist machtlos, also achten Sie bitte darauf, das in jedem Fall, was immer auch passiert, mindestens eine Person im Wagen bleibt, den Schlüssel behält und von innen versperrt. Empfehlenswert ist es natürlich auch ein Handy am Mann zu haben und
deutlich zu zeigen.
In Spanien sind zwei Warndreiecke und eine Leuchtweste im Auto vorgeschrieben, auch für ausländische Fahrzeuge.
In Spanien darf man privat kein anderes Fahrzeug abschleppen. Dafür gibt es die festgelegten Abschleppdienste (grúa). Pannenhilfe erhalten Sie spanienweit unter 91/5933333 vom spanischen Automobilclub RACE. Offiziell zuständig sind ausserhalb der
Städte die Guardia Civil (grüne Uniformen) und innerhalb der Ortschaften die Policia Local (blaue Uniformen).
In Spanien dürfen keine gefüllten Ersatzkanister transportiert werden. Wer sich einen Benzinkanister mitnehmen möchte, kann dafür an Tankstellen erhältliche Plastiktüten kaufen. Keine Sorge, kaputt gehen diese eigentlich nicht, aber gewöhnungsbedürftig
sind sie trotzdem.
Motorradfahrer
zahlen übrigens fast überall den gleichen Preis wie Autofahrer. Wohnmobile dagegen müssen mit Aufschlägen rechnen. Übrigens müssen in Österreich auch Motorradfahrer einen Verbandskasten mitführen.
Geschwindigkeiten: Autobahn mit PKW oder Motorrad 120km/h, mit Campingwagen 90km/h, mit Hänger 80km/h; Landstrassen mit PKW oder Motorrad 100km/h, mit Campingwagen 80km/h mit Hänger 80km/h.
Tanken ist auf der Autobahn kein Problem, es sind genügend Tankstellen vorhanden. auch das Benzin gibt es in allen nur denkbaren Varianten. Bitte Hinweis zu
den Kanistern beachten: gefüllte Kanister sind in Spanien nicht erlaubt. Es gibt an den Tankstellen Plastiktüten. Die aktuellen Benzinpreise finden Sie: HIER
In Spanien kommt man allgemein mit dem Verkehr als Deutscher sehr gut zurecht. Es wird fair, wenn auch bestimmt gefahren. Eine kleine Umstellung sind die Kreisverkehranlagen,
die sehr häufig vorkommen und in denen, wenn nicht anders angezeigt immer der im Kreis fahrende Vorfahrt hat.
Gewöhnungsbedürftig sind die vielen Mofa und Rollerfahrer, die im Sommer meist ohne Helm links und rechts an den Autos vorbeifahren. Ein Spanier stört sich an dieser Sitte eigentlich nie, sogar die Polizei sieht fast immer darüber hinweg. Es ist wohl jeder von
ihnen früher selbst schon so gefahren. Die überlauten Auspuffanlagen dieser kleinen Nervtöter kündigen den Überholer allerdings meist schon vorher an. Lassen Sie die Jugendlichen gewähren und seien Sie zwar sehr vorsichtig, aber auch relaxed.
Aufpassen sollte man an Fussgängerüberwegen. Wir würden keinem empfehlen auf sein Recht als Fussgänger zu bestehen. Lieber die Strasse erst dann betreten, wenn man sicher ist, gesehen zu werden und eindeutig gehalten wird.
Fahren bei Rot. Wenn man erwischt wird, kann es teuer werden. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit grösser, dass ein nachfolgendes Auto auffährt, wenn gerade Rot wird und man plötzlich auf die Bremse steigt. Also bitte vorsichtig an Ampeln heranfahren und den
Rückspiegel im Auge behalten. Beim Losfahren ist es ähnlich. Die Einheimischen kennen die Ampelschaltungen und fahren schon los, wenn die Gegenseite zum stehen kommt. Nicht zur Nachahmung empfohlen, denn wenn jemand zur Kasse gebeten wird, dann meist die Ausländer (extranjeros). In kleineren Ortschaften gibt es häufig Ampeln, die auf Rot stehen, wenn man sich diesen langsam nähert, schalten sie auf gelbes Blinklicht um. Also langsamer fahren, dann erspart man sich das Anhalten.
Vorsicht ist geboten, wenn man in den Morgenstunden (zwischen 1-8) am Samstag oder Sonntag unterwegs ist. Zu dieser Zeit ereignen sich die meisten Unfälle, da die Jugendlichen, die im allgemeinen über ein Auto verfügen, mehr oder weniger angetrunken, aber
zumindest übermüdet von der Disco nach Hause fahren, bzw. zur Nächsten unterwegs sind.
Anreise: Palma de Mallorca wird von allen Charterfluggesellschaften angeflogen, es lohnt also ein Blick bei Last-Minute-Flug-Anbietern im Internet (wie
www.ltur.de oder www.expedia.de).
Bis Ende März hat Condor ein besonderes "Early-Bird"-Angebot geschnürt und fliegt ab 149 Euro inklusive aller Steuern und Gebühren von 14 deutschen Abflughäfen nach Palma de Mallorca. Für Vielflieger - wie etwa Finca-Besitzer - ist das ein Jahr lang gültige
"Condor-Sun-Set-Paket" mit Mengenrabatt interessant: Drei Tickets kosten derzeit 741 Euro, sechs Tickets 1354 Euro und bieten als Zusatzleistung zehn Kilo mehr Freigepäck sowie eine kostenlose Sitzplatzreservierung. Als Bausteine hat Condor inzwischen 58 Hotels und Fincas im
Programm sowie Mietwagen von Sixt (Kleinwagen ab 28 Euro pro Tag). Buchung im Reisebüro oder über das Call Center, Tel. 0 18 02 /33 71 30. Der Veranstalter Canarias/Balearen Spezial Reisen bietet als "Blütenspecial" einen Urlaub auf der Finca "Sa Bassa Plana" (auf
einer Mandel- und Zitronenbaumplantage) für 39 Euro pro Person und pro Übernachtung mit Frühstück, Tel. 06221/87620). Für Golfer, die mit Partner anreisen, gibt es ein neues Package im Mallorca Marriott Son Antem Golf Resort & Spa (zwei 18-Loch-Golfplätze, größte Driving Range
der Insel für 200 Spieler, Thermal-Spa), mitten in einer Korkeichen-Landschaft bei Llucmajor. Das Doppelzimmer de luxe mit Frühstück, Abendessen, täglich Green Fee und Spa-Anwendung sowie einer Flasche Rotwein kostet dann 316 Euro pro Nacht für zwei Personen, Reservierung über die
gebührenfreie Service-Nummer 0800/185 44 22.