Leben in Spanien - Umfragen sagen es immer wieder, es ist ein Traum der Deutschen. Gründe gibt es unzählige:
- Die Flucht vor dem Wetter ? - teilweise, aber wohl eher nicht.
- Die Sehnsucht nach dem Meer (ein warmes Meer, in dem man auch baden kann) - zugegeben ein Grund, das Mittelmeer kann süchtig machen.
- Der Glaube im Süden lebt es sicht leichter - ein wesentlicher Grund, aber leider ein gewaltiger Irrtum.
- Der Neid auf die Unbekümmertheit der Südländer - oh ja, man braucht eine Weile, aber wenn man es selber lebt, möchte man es nicht mehr tauschen.
Und so kann man sicher noch einige weitere Gründe aufzählen, warum und weshalb der Deutsche gern im Süden leben würde. Ich lebe inzwischen über 10 Jahre hier und möchte einige Erfahrungen weitergeben, damit Auswanderwillige auch die Chance haben zu erkennen, ob sie
geeignet sind für dieses Abenteuer oder eher nicht.
Auf vielen Websites wird dargestellt, was man wo und wie erhalten und erreichen kann, aber die Organisation des Umzuges, die Behörden, die Abmeldung der Wohnung, der Verkauf des Autos, die Ummeldung der Post, die Suche nach einer Bleibe... das ist nur die eine Seite. Zu oft
habe ich schon gesehen wie Ausländer, speziell Familien mit Kindern und Menschen, die von Arbeit leben mussten (also keine Rentner) frustriert nach wenigen Monaten wieder Ihre Sachen packten und zurück nach Deutschland, England, Holland... gehen mussten. Manchmal reichte das verbliebene
Geld nicht einmal mehr um alle Besitztümer wieder zurückzutransportieren. Einiges sollte man schlicht wissen und sich genau überlegen:
- Spreche ich spanisch?? Wenn nein, unbedingt einen Kurs belegen. Fast immer bezahlt man mehrfach dafür, wenn man sich nicht selber helfen kann (Behördengänge, Übersetzer, Arbeitsstellen, Handwerker, Arzt, Autopannen...)
- Bin ich bereit auf das Soziale Netz (über das immer gemeckert wird, welches aber trotzdem eines der Besten ist) zu verzichten.
- Kann ich ohne Zuschüsse leben (Kindergeld, Wohngeld, Arbeitslosengeld...)
- Kann ich anfänglich die laufenden Kosten eine Weile tragen, auch wenn ich nicht sofort Arbeit finde (Kindergarten, Schulgeld, Sportclubs, Autokauf, Strom, Telefon, Miete...)
- Bin ich flexibel genug in meinen Ansichten bezüglich Arbeit (es interessiert hier wirklich nahezu niemanden ob Sie einen Abschluss als Bürokommunikationskauffrau, Elektroingenieur, Gartenpfleger oder sonst irgendwas haben - Abschlüsse werden prinzipiell erst einmal
nicht angefordert, ausser evt. wenn man in deutschen Firmen arbeitet, sich
als Lehrer bewirbt oder als Arzt...)
- Kann ich mit einem Stundenlohn leben, der niedriger ist als der in Deutschland, ohne ständiger Erhöhung. (hierzu gibt es
statistische Erhebungen, dass die Einkommen in Spanien höher liegen, bisher ist mir noch kein Angestellter begegnet, der ein vergleichbares Einkommen wie in
Deutschland hat, ausser mit Schwarzarbeit)
- Komme ich mit dem weitaus schlechteren Gesundheitssystem klar (Zähne z.B. bitte selber zahlen, im Krankenhaus eine private Begleitperson mitbringen...), ansonsten
heisst die Alternative zusätzliche Privatversicherung.
Wenn Sie diese Fragen mit Ja beantworten können, ohne das Ihnen dabei Angst wird, dann können Sie sich ernsthaft mit dem Gedanken beschäftigen, nach Spanien zu ziehen.
Falls Sie Ihre Fragen in deutscher Sprache preiswert, schnell und rechtssicher abgeklärt haben möchten, habe ich hier eine gute Seite
entdeckt. Sie können in den Fragen und Antworten von anderen Menschen stöbern und Sie können gegen ein Gebot eine Frage eingeben. Die
Preise bestimmen Sie also .... sehen Sie mal rein, falls Sie Fragen haben, mir hat die Seite an vielen Stellen schon weitergeholfen.
 |