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| | Fallas- der Mittelpunkt des feurigen Frühlingsfestes ist Valencia. Dort brennen in der Nacht des 19. März über dreihundert Fallas, ein Spektakel, das seinesgleichen sucht. In neunzig weiteren Ortschaften der Region bis hinunter nach
Benidorm geht es vergleichsweise bescheiden zu. Aber auch in Gandia, Oliva und vor allem auch Denia werden die Besucher immer wieder in Ekstase versetzt. Für Ausländer ist nur sehr schwer nachvollziehbar, mit welchem finanziellen Aufwand, mit welcher Hingabe die traditionsbewussten
Valencianos der Fallawoche entgegenfiebern, die mit der Verbrennung der kunstvollen, oft haushohen Figurengruppen ihren Höhepunkt findet. Dabei gehen in wenigen Stunden im Land Valencia schätzungsweise
dreissig Millionen Euro in Flammen auf. Ein ganzes Jahr der Vorbereitung, der
Planungen und der äusserst geheim gehaltenen Arbeit in sechzig Spezialwerkstätten in und um Valencia wird jubelnd verbrannt. Und das von den Herstellern so gekonnt konstruiert, dass die lodernde Falla in sich zusammenfällt. die Feuerwehren wissen das, sie spritzen lediglich die
benachbarten Gebäude und manchmal auch die Zuschauer nass. Dieses farbenprächtige, lautstarke Frühlingsfest beschäftigt ganze Industrien, und für viele Familien ist es das Grösste, eine trachtengeschmückte Tochter als wunderschön herausgeputzte Fallera Mayor oder Fallera Infantil
ins Rennen zu schicken. Es versteht sich von selbst das eine Woche lang live aus Valencia im Fernsehen berichtet wird. |
Übrigens, auch beim feiern sollte man etwas vorsichtig sein, im Jahr 2002 gab es wieder einen Toten und über 100 Verletzte. Zugegeben das sind weniger als im
Jahr zuvor, als es zu einem schweren Unfall kam, aber das
Hantieren mit den oft illegalen Böllern fordert immer wieder seine Opfer.
Weitere "Nebeneffekte" sind auch in Spanien der
Vandalismus. So wurden allein in Valencia im Jahr 2005 allein 755
Papierkörbe und 108 Müllkontainer zerstört. Nur dieser
Punkt kostet knapp 75.000 Euro. Parkanlagen und Blumenbeete kommen
hinzu. In Valencia wurden in der Fallawoche in Valencia 1015
Personen vom Roten Kreuz behandelt, 156 von ihnen kamen ins
Krankenhaus. Es waren 223 freiwillige Helfer im Einsatz, die
insgesamt etwa 7000 Stunden arbeiteten.
Über 4 Tonnen illegales pyrotechnisches Material zog die Polizei vom 1.-19. März 2002 aus dem Verkehr.
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