|
Der Name Rioja stammt von dem Fluss ab, an dem das Weinbaugebiet beheimatet ist, dem Rio Oja.
In Rioja produzierte man schon Weine, lange bevor die Römer das Land eroberten.Die Gemeinde Haro gehörte einst zu den reichsten Spaniens. Grund dafür war erst Mehltau und einige Jahre später die Reblaus, die in den 80 ern des 19.Jahrhunderts die Weingärten in Bordeaux
vernichtete. Dies verhalf Haro zu unerwartetem Reichtum, von dem heute allerdings nicht mehr viel geblieben ist, sieht man davon ab, das der Ort nach wie vor einer der wichtigsten Weinzentren in Spanien ist. Das Klima wird bestimmt von dem Golf von Biskaya und den atlantischen Einflüssen,
aber auch das Klima des Mittelmeeres hat einen gewissen Einfluss. Dies alles ergibt eine Mischung, die gewisse Schwankungen zur Regelmässigkeit werden lassen. Alles in allem ein hervorragendes Weinklima, was aber Spitzenjahrgänge sehr selten heranreifen lässt.
Der Ebro teiltdie Landschaft in Rioja Alavesa im Norden, Rioja Alta im Westen und Rioja Baja im Osten. In den einzelnen Gebieten herrschen auch verschiedene Klimaeinflüsse vor, Alavesa liegt hoch und kühl, alta hat ein wärmeres Klima mit Einflüssen des Atlantik und Baja
hat warmes Mittelmeerklima.
Die wichtigste Traube des Rioja ist die fruchtige Tempranillo, ergänzt durch
Garnacha (die Körper und Farbe gibt), die säuerliche Graciano und die robuste
und gerbstoffreiche Mazuelo. |
 |
Weisse Trauben machen im Gebiet von Rioja nur 10% aus. Die Traube ist die Viura.
Wie in fast allen anderen Gebieten wird auch im Gebiet des Rioja der Wein traditionell angebaut. Kleine Familienbetriebe produzieren den Wein, pflegen die Reben, ernten mit der Hand und achten sorgfältig auf Qualität. Bis hierher werden nur in den seltensten Fällen
Maschinen eingesetzt. In Abfüllkellereinen der Cooperativas werden die Trauben dann weiterverarbeitet. Üblich ist die Einzelstockziehung mit niedrigen Stämmen, was ebenfalls wiederum sehr viel Handarbeit bedeudet.
Die Lese beginnt im September und wird ebenfalls per Hand ausgeführt, wobei schon hier darauf geachtet wird, das weder Laub noch unreife Trauben in die Behälter gelangen.
Der Boden reicht von leicht kalkhaltigem Lehmboden über Lehmboden mit hohem Eisengehalt und Flussschlamm, bis stark eisenhaltigem Lehmboden.
Tinto- einfacher kräftiger Rotwein
Crianza - Rotwein muss zwei Jahre gelagert sein, davon eins im Fass. Weissweine und Rosés müssen mindestens sechs Monate im Fass bleiben.
Reserva - Rotweine müssen ein Jahr im Fass lagern, dann noch zwei weitere im Fass oder der Flasche. Der Wein darf die Bodega nicht vor dem vierten Jahr nach der Ernte verlassen. Weiss- und Roséweine müssen insgesamt zwei Jahre gelagert werden, davon mind. sechs
Monate im Fass.
Gran Reserva - Nur Weine aus guten Jahrgängen. Rotweine müssen zwei Jahre im Fass lagern und dann noch drei weitere entweder im Fass oder in der Flasche. Der Wein darf die Bodega frühestens sechs Jahre nach der Ernte verlassen. Weisse und Roséweine müssen mind.
vier Jahre gelagert werden, sechs Monate davon im Fass. Das Gesetz schreibt die Dauer der Fasslagerzeit vor, nicht jedoch wie alt das Fass sein soll/darf oder aus was für Holz es sein muss. Der Charakter der Weine kann daher sehr unterschiedlich sein, da er vom Holz geprägt wird.


|